Selbstverständnis und Zielsetzung der Promovierenden-Initiative

Die PI ist der Zusammenschluss von StipendiatInnen aus der Promotionsförderung der Begabtenförderwerke.
Ziel unserer Arbeit ist es, die Interessen der PromotionsstipendiatInnen zu vertreten und sich für die Belange der Promovierenden einzusetzen.

Die Phase der Promotion in der deutschen Hochschullandschaft ist durch Vereinzelung, einen ungeklärten Promotionsstatus und das Fehlen von Vertretungsstrukturen gekennzeichnet. Im Herbst 1999 haben sich deshalb StipendiatInnen aus der Graduiertenförderung verschiedener vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten Förderwerke zur Promovierenden-Initiative zusammengefunden.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, uns gegenseitig über allgemeine Entwicklungen im Bereich der Hochschulpolitik, zu der Situation der Promovierenden und auch in den verschiedenen Stiftungen zu informieren und einen Meinungsbildungsprozess zu initiieren. Wir vertreten die Interessen der Promovierenden bei den entsprechenden Institutionen und Entscheidungsträgern. In Zusammenarbeit mit PartnerInnen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft erörtern wir bestehende Probleme und entwickeln Lösungs- bzw. Verbesserungsvorschläge.

Um eine möglichst kontinuierliche Arbeit zu verwirklichen, trifft sich die Initiative drei Mal im Jahr. An diesen Treffen nehmen StipendiatInnen und ggf. Gäste teil. Wir berichten über die Inhalte und Ergebnisse unserer Treffen in den Förderwerken und bringen die Anregungen der Promovierenden ein. Wir versuchen der Pluralität der Promovierenden gerecht zu werden und streben dabei eine konsensuelle Meinungsbildung an. Die Geschlechterparität wird gewahrt.

Leitlinien der Zusammenarbeit

Selbstverständnis und Zielsetzung

Die PI ist der Zusammenschluss von StipendiatInnen aus der Promotionsförderung der Begabtenförderwerke. Ziel unserer Arbeit ist es, die Interessen der PromotionsstipendiatInnen zu vertreten und sich für die Belange der Promovierenden einzusetzen.

Aufgaben

Die PI beschäftigt sich mit Fragen der Promotion in Deutschland. Insbesondere befasst sie sich mit der Arbeit der einzelnen Förderwerke und allgemeinen Entwicklungen im Bereich der Hochschulpolitik.

Fragen

Beispielsweise:

  • Sozialer, rechtlicher und finanzieller Status der Doktoranden
  • Möglichkeiten der Promovierenden im Hinblick auf die wissenschaftliche Anbindung
  • Berufschancen
  • Entwicklungen in der Hochschulpolitik, insbesondere Novellierungen der Hochschulgesetze
  • Vernetzung und fachlicher Austausch von Promovierenden

Wir arbeiten problemorientiert, d. h. wir formulieren Lösungs- und Verbesserungsvorschläge zu möglichst klar benannten Problemen von Promovierenden.

Zusammensetzung

In der PI sind die folgenden 13 Förderwerke vertreten:

Damit vertritt die PI etwa 3.700 StipendiatInnen der Graduiertenförderung dieser Werke. Jedes Förderwerk stellt bis zu drei VertreterInnen für die PI. Die interne Nominierung obliegt den Förderwerken und ihren StipendiatInnen. Die VertreterInnen werden der PI nach der Nominierung namentlich angezeigt. Sie bilden die Mitglieder der PI.

Die Gesamtheit der PI-Mitglieder bildet das Plenum. Das Plenum stellt das zentrale Entscheidungsgremium der PI dar. Die PI strebt an sich alle vier Monate zu treffen.

Externe können im Einvernehmen aller PI-Mitglieder themenbezogen an den Treffen teilnehmen.

Einbringung von Vorlagen

Vorlagen, Fragen oder Problemstellungen, mit denen sich die PI auseinandersetzen soll, werden per Antrag im Plenum oder per Email eingebracht. Die Vorlagen, Thesen usw. sind den einzelnen Mitgliedern der PI mindestens zwei Wochen vor Zusammentritt des Plenums zu übersenden. Von der PI aufgenommene Themenkreise können von Arbeitsgruppen bearbeitet werden.

Für jede AG gibt es eineN AnsprechpartnerIn. Bei der Erledigung der einzelnen Aufgaben stimmen die AGs sich mit dem Plenum der PI (und gegebenenfalls per Email) ab. Sofern die Information aller Mitglieder der PI gewährleistet ist und kein Einspruch von Seiten eines PI-Mitglieds erhoben wird, verfolgen die AnsprechpartnerInnen ihre jeweiligen Aufgaben eigenverantwortlich.

Entscheidungsfindung

In der PI gilt das Konsensprinzip, das heißt, bei explizitem Widerspruch gilt ein Entscheidungsvorschlag als abgelehnt. VertreterInnen einer Stiftung üben das Vetorecht gemeinsam aus. Der Widerspruch muss in der Sache begründet werden und soll mit einem Alternativvorschlag verbunden werden.

Ist im Plenum kein Konsens möglich, besteht für die einzelnen Mitwirkenden der PI die Möglichkeit, strittige Fragen bzw. Positionen gesondert, das heißt außerhalb der PI, voranzutreiben.

Herrscht im Plenum Konsens, ist dieser für alle Mitwirkende bindend. Abweichende Stellungnahmen können im Namen eines einzelnen Mitwirkenden/einer einzelnen Mitwirkenden bzw. eines Begabtenförderungswerkes abgegeben werden – nicht aber im Namen der PI.

Verbindlichkeit

Um eine kontinuierliche, konstruktive und kollegiale Zusammenarbeit innerhalb der PI zu gewährleisten, verpflichten sich alle Mitwirkenden, die oben aufgeführten Grundregeln der Zusammenarbeit einzuhalten. Ausscheidende weisen ihre NachfolgerInnen in die Arbeitsweise der PI ein.